Friday, November 20, 2015

Am 21. November auf Wikipedia exzellenter Artikel

Der Anfang des Charmides in der ältesten erhaltenen mittelalterlichen Handschrift, dem 895 geschriebenen Codex Clarkianus (Oxford, Bodleian Library, Clarke 39)

Der Charmides (altgriechisch Χαρμίδης Charmídēs) ist ein in Dialogform verfasstes frühes Werk des griechi­schen Philo­sophen Platon. Den Inhalt bildet ein fiktives Gespräch von Platons Lehrer Sokrates mit dem Jugend­lichen Charmides, nach dem der Dialog benannt ist, und dessen Vetter Kritias. Bei den beiden Gesprächs­partnern des Sokrates handelt es sich um histo­rische Personen. Charmides war der Bruder von Platons Mutter Periktione; auch Kritias war als Perik­tiones Vetter weitläufig mit Platon verwandt. Beide wurden später bekannte Politiker der oligar­chischen Richtung. Im Dialog wird versucht zu klären, was die Besonnen­heit (sōphrosýnē) ausmacht und worin ihr Sinn und Zweck besteht. Die Unter­suchung führt zu keinem positiven Ergebnis; als aussichts­reicher Ansatz erscheint immerhin ein Defini­tions­vorschlag, dem zufolge Besonnen­heit ein Wissen über eigenes und fremdes Wissen und Nicht­wissen ist, also Selbst­kenntnis erfordert. Damit stellen sich die Fragen, ob ein Wissen, das sich selbst zum Gegenstand hat, überhaupt möglich ist und welchen Nutzen es gegebenen­falls hat. Der Dialog endet in einer Aporie, einer Lage, in der sich keine Lösung abzeichnet. In der Forschung wird kontrovers darüber diskutiert, welche Konse­quenzen Platon aus den negativen Ergeb­nissen der Unter­suchung im Charmides gezogen hat und wie er die Möglich­keit eines selbst­bezüg­lichen Wissens beurteilt hat.  – Zum Artikel …



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