Tuesday, March 29, 2016

Am 30. März auf Wikipedia exzellenter Artikel

Erwin Piscator (um 1927)

Erwin Piscator (* 17. Dezember 1893 in Ulm, Kreis Wetzlar, heute Ulm (Greifenstein); † 30. März 1966 in Starnberg) war ein deutscher Theater­intendant, Regisseur und Theater­pädagoge. Piscator war ein einfluss­reicher Avant­gardist der Weimarer Republik, der das Theater unter Ausweitung der bühnen­technischen Mittel zum politischen Forum umfunk­tionierte. Mithilfe komplexer Arrangements von Etagen- und Simultan­bühnen, laufenden Bändern, Fahrstühlen, Film­dokumenten und Bild­projektionen kommentierte er das theatrale Geschehen und erweiterte die Bühne zum epischen Panorama. Das von ihm an der Volks­bühne Berlin und dem Berliner Theater am Nollendorf­platz entwickelte „politische Theater“ fand starke Resonanz, rief jedoch angesichts der Abgrenzung des Regisseurs von einer selbst­bezüglichen, zweckfreien Bühnen­ästhetik wider­sprüchliche Einschätzungen hervor. Nach langjähriger Emigration in der Sowjet­union und Frank­reich sowie der Gründung einer Schauspiel­schule in den Vereinigten Staaten („Dramatic Workshop“) löste Piscator in den 1950er und 1960er Jahren in der Bundes­republik mit der Uraufführung von Gegenwarts­stücken zur NS-Vergangenheit eine Phase des Gedächtnis- und Dokumentar­theaters aus, die zu breiten gesellschaft­lichen Debatten um Fragen der Geschichts­politik führte.  – Zum Artikel …



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