Tuesday, August 18, 2015

Am 19. August auf Wikipedia exzellenter Artikel

Flüssige Paraffine in einer Glasflasche

Die Paraffinoxidation ist ein histo­risches chemisch-tech­nisches Ver­fahren zur Her­stellung synthe­tischer Fett­säuren, welche die chemi­sche Industrie so­wohl zu Konsum­gütern wie Seifen und Speise­fetten als auch zu Schmier­fetten für tech­nische Anwen­dungen verar­beitete. Als weitere Produkte fielen ein breites Spek­trum von Carbon­säuren und Oxida­tions­produkte wie Alko­hole, Alde­hyde, Ester oder Ketone an. Kohle­stämmiges Paraffin­gatsch – ein gesättig­tes, höher­moleku­lares Kohlen­wasser­stoff­gemisch und Neben­produkt der Fischer-Tropsch-Synthese – bildete die Roh­stoff­basis. Die Oxida­tion der Paraffine erfolgte im flüssigen Zustand durch mole­kularen Luft­sauer­stoff unter Spal­tung der Kohlen­stoff­kette in Anwe­senheit von Kataly­sa­toren wie Perman­ganaten, bei Tempe­raturen im Bereich von etwa 100 bis 120 °C und unter Normal­druck. Verknappungen durch Kon­flikte oder Eng­pässe in der Lebens­mittel­versor­gung verstärkten das Inter­esse an synthe­tischen Fett­säure­erzeug­nissen. In Deutsch­land erlangte das Verfahren ab Mitte der 1930er Jahre im Rahmen der Autarkie­bestre­bungen des Deutschen Reichs kommer­zielle Bedeu­tung. Weiter­hin galt die durch die Paraffin­oxida­tion erstmals ermög­lichte groß­technische Erzeu­gung von künstlicher Butter aus Kohle auf chemi­schem Wege in der dama­ligen Zeit als Sen­sation.  – Zum Artikel …



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