Monday, October 31, 2016

Am 1. November auf Wikipedia exzellenter Artikel

Flugblatt des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten von 1920

Die Judenzählung oder Juden­statistik vom 1. November 1916 (heute vor 100 Jahren) war eine staatlich angeordnete statistische Erhebung zum Anteil der Juden an allen Soldaten des deutschen Heeres im Ersten Weltkrieg. Sie sollte auch die Zahlen der kriegs­tauglichen, an der Front dienenden, verlegten, un­abkömm­lich gemeldeten, zurück­gestellten und gefallenen jüdischen Wehr­pflichtigen ermitteln. Der Erlass des preußischen Kriegs­ministers Adolf Wild von Hohenborn vom 11. Oktober 1916 reagierte auf den im deutschen Offiziers­korps verbreiteten Anti­semitismus und die von anti­semitischen Verbänden, Parteien und Medien damals verstärkte Propaganda, Juden seien „Drücke­berger“, die sich dem Waffen­dienst an der Front mit allen möglichen Ausreden entzögen und davon unver­hältnis­mäßig oft befreit würden. Die Ergebnisse der Umfrage wurden bis Kriegsende geheim gehalten. Das verstärkte die Ressenti­ments gegen jüdische Kriegs­teilnehmer erheblich. 1922 ergab eine genaue Unter­suchung, dass mit 17,3 Prozent anteilig ebenso viele deutsche Juden wie Nichtjuden zum Kriegs­dienst eingezogen worden waren, obwohl aus Alters- und Berufs­gründen nur 15,6 Prozent der Juden wehr­pflichtig gewesen waren. 77 Prozent von ihnen hatten an Front­einsätzen teil­genommen. Sie stellten damit propor­tional fast ebenso viele Front­soldaten wie die Nichtjuden.  – Zum Artikel …



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